Häufige Fragen zum Thema Zerspanbarkeit
Gute Zerspanbarkeit bedeutet, dass sich ein Werkstoff beim Drehen, Fräsen oder Bohren prozesssicher und wirtschaftlich bearbeiten lässt. Typische Merkmale sind geringe Schnittkräfte, kontrollierte Spanbildung (kurze, gut brechende Späne), geringe Werkzeugabnutzung sowie gute Maßhaltigkeit und Oberflächengüte. In der Praxis führt das zu stabilen Bearbeitungsprozessen, kürzeren Taktzeiten und geringeren Fertigungskosten. Die Zerspanbarkeit wird u. a. von Werkstoffzusammensetzung, Härte, Gefüge, Wärmebehandlung und Kühlung/Schmierung beeinflusst.
Als sehr gut zerspanbarer Edelstahl gilt insbesondere 1.4305 (AISI 303 / X8CrNiS18-9), da der Schwefelzusatz kurzbrechende Späne begünstigt und die Automatenbearbeitung erleichtert. Ebenfalls gut zerspanbar ist der martensitische 1.4005 (AISI 416), dessen Zerspanbarkeit ebenfalls über Schwefel gezielt verbessert wird. Zu beachten ist: Freischneidende Edelstähle haben durch den Schwefelzusatz in der Regel geringere Korrosionsbeständigkeit und eingeschränkte Schweißeignung im Vergleich zu nicht „freischneidenden“ Varianten.
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