Häufige Fragen zum Thema Turtle-Diagramm
Ein Turtle-Diagramm ist ein Werkzeug zur prozessbezogenen Darstellung im Qualitätsmanagement. Es visualisiert einen Prozess mit seinen Eingaben und Ausgaben sowie den zugehörigen Ressourcen, Verantwortlichkeiten, Methoden und Kennzahlen – typischerweise in einer „Schildkröten“-Struktur. Dadurch wird schnell erkennbar, wie der Prozess funktioniert, womit er gesteuert wird und welche Ergebnisse erwartet werden.
Die Turtle-Methode ist das Vorgehen, Prozesse systematisch anhand definierter Fragen zu beschreiben, z. B.: Was kommt rein/raus? Wer ist verantwortlich? Womit wird gearbeitet? Wie wird gearbeitet? Woran wird gemessen?. Ziel ist eine einheitliche, auditfähige Prozessbeschreibung, die über reine Ablaufdiagramme hinaus auch Steuerungs- und Nachweisaspekte abdeckt. Sie wird häufig in ISO-Managementsystemen eingesetzt, z. B. für ISO 9001.
Der Turtle-Chart-Prozess beschreibt die Erstellung und Pflege eines Turtle-Diagramms für einen konkreten Prozess. Üblich ist: Prozess abgrenzen (Start/Ende), Inputs/Outputs festlegen, Verantwortliche/Rollen definieren, Ressourcen und Methoden dokumentieren sowie Kennzahlen und Nachweise (Dokumente/Records) zuordnen. Anschließend wird das Diagramm freigegeben, in das QM-System integriert und bei Änderungen (z. B. Reklamationen, Auditabweichungen, Prozessänderungen) aktualisiert.
Im ISO-Audit unterstützt ein Turtle-Diagramm, weil es dem Auditor schnell eine vollständige Prozesssicht liefert: Ablauf, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen, Steuerung und Nachweise sind strukturiert zusammengeführt. Es erleichtert die Prüfung, ob Anforderungen wie Prozessmanagement, Kompetenz/Ressourcen, Dokumentation und Wirksamkeitsbewertung abgedeckt sind. Für das Unternehmen erhöht es die Transparenz und hilft, Lücken in Kennzahlen, Verantwortungen oder Nachweisen frühzeitig zu erkennen und zu schließen.
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