Häufige Fragen zum Thema Systemaudit
Ein Systemaudit ist die systematische Prüfung, ob ein Managementsystem (z. B. Qualitätsmanagement nach ISO 9001) die festgelegten Anforderungen erfüllt und wirksam umgesetzt ist. Im Fokus stehen dabei Struktur, Verantwortlichkeiten, dokumentierte Regelungen sowie deren Anwendung im Unternehmen. Als Leitfaden für die Auditierung von Managementsystemen wird häufig ISO 19011 herangezogen.
Ein Systemaudit bewertet das Managementsystem als Ganzes (Regelwerk, Steuerung, Verantwortlichkeiten, Wirksamkeit). Ein Prozessaudit prüft dagegen einen konkreten Prozess bzw. Prozessabschnitt „im Shopfloor“, z. B. ob Abläufe beherrscht, stabil und reproduzierbar sind (in der Automobilindustrie u. a. etabliert über VDA 6.3). Kurz: Systemaudit = „Ist das System geeignet und wirksam?“, Prozessaudit = „Läuft der Prozess fähig und beherrscht?“
Geprüft wird typischerweise, ob Anforderungen der jeweiligen Norm bzw. des Regelwerks erfüllt sind und ob das System im Alltag wirksam funktioniert. Dazu zählen u. a. Prozesslandschaft und Schnittstellen, Dokumentation, Kompetenz/Qualifikation, Ressourcen, Umgang mit Abweichungen sowie Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen. Bei Zertifizierungsaudits werden zusätzlich die Anforderungen an die Auditdurchführung berücksichtigt (z. B. auf Basis von ISO 19011/ISO 17021; im VDA-Umfeld z. B. über VDA-6-Zertifizierungsregeln).
Ein internes Systemaudit (1st-Party-Audit) ist ein Systemaudit, das Sie im eigenen Unternehmen planen und durchführen, um Konformität und Wirksamkeit Ihres Managementsystems regelmäßig zu bewerten. Es dient dazu, Nichtkonformitäten frühzeitig zu erkennen, Risiken zu reduzieren und Verbesserungen abzuleiten. In ISO 9001 ist die Durchführung interner Audits als fester Bestandteil des Managementsystems gefordert.
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