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Mitarbeiter von GTR Casting Technology elektronische Qualitätskontrolle eines Gussteils

Komplexe Geometrien : Hinterschnitte

Hinterschnitte bei Gussbauteilen sind Bereiche in der Gestaltung eines Werkstücks, die aufgrund ihrer Geometrie eine direkte Entformung aus der Gussform verhindern. Ein anderes Wort für Hinterschnitte, besonders im Kontext des Gießens und der Fertigung, ist „Unterschnitte“. Diese Bezeichnung wird ebenfalls verwendet, um Bereiche oder Merkmale eines Gussbauteils zu beschreiben, die eine direkte Entformung aus einer starren Form herausfordern oder verhindern.

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Hinterschnitte : Herausforderungen und Lösungen

Hinterschnitte bei Gussbauteilen sind Bereiche in der Gestaltung eines Werkstücks, die aufgrund ihrer Geometrie eine direkte Entformung aus der Gussform verhindern. Diese komplexen Merkmale können zu Herausforderungen im Gießprozess führen, da sie spezielle Überlegungen sowohl in der Formgestaltung als auch in der Gussausführung erfordern, um hochwertige Gussteile zu erzeugen. Hinterschnitte sind in verschiedenen Gussverfahren relevant, darunter im Sandguss, Feinguss, Druckguss und anderen spezialisierten Gießprozessen.

Herausforderungen und Lösungen

  1. Formgestaltung: Die Präsenz von Hinterschnitten erfordert oft den Einsatz von losen Kernen oder beweglichen Formeinsätzen, um die Entformung zu ermöglichen. Dies kann die Komplexität der Formherstellung und damit die Produktionskosten erhöhen.
  2. Fertigungskosten: Hinterschnitte können die Fertigungskosten steigern, da sie in der Regel spezielle Werkzeuge oder Kernzüge erfordern. Bei der Konstruktion von Gussbauteilen ist es daher wichtig, Hinterschnitte zu minimieren oder, wenn möglich, durch Designanpassungen zu vermeiden.
  3. Qualitätskontrolle: Gussbauteile mit Hinterschnitten können anfälliger für Gussfehler sein, wie z.B. unzureichende Füllung, Lufteinschlüsse oder Kernversatz. Eine sorgfältige Planung und Qualitätskontrolle sind entscheidend, um hochwertige Ergebnisse zu erzielen.
  4. Materialauswahl: Die Wahl des richtigen Gussmaterials kann ebenfalls eine Rolle spielen, da einige Materialien flexibler oder einfacher zu bearbeiten sind und somit die Herstellung von Gussbauteilen mit Hinterschnitten erleichtern.
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Häufige Fragen zu Hinterschnitten

Hinterschnitte sind Formmerkmale, die in Entformungsrichtung nicht frei abgezogen werden können. Sie erfordern zusätzliche Werkzeugtechnik wie Schieber oder lösbare Kerne und erhöhen Aufwand, Taktzeit und Kosten.

Zwangsentformung bezeichnet das erzwungene Abstreifen eines Kunststoffteils über kleine Hinterschnitte. Das Bauteil wird dabei elastisch verformt oder mit Entformhilfen abgestreift, ohne dass bewegliche Werkzeugteile nötig sind. Zulässigkeit und Grenzen hängen von Werkstoff, Wandstärke und Temperatur ab.

Hinterschnitte entstehen gezielt durch formgebende Einsätze, die sich beim Entformen zurückziehen oder auflösen. In Sandguss und Feinguss werden sie mit Kernen erzeugt, die mechanisch gezogen, zusammenfallend ausgelegt oder nach dem Guss ausgeschlagen werden. Im Druckguss kommen Schieber und Kernzüge zum Einsatz, die quer zur Entformungsrichtung fahren und nach dem Erstarren zurückfahren. Für innenliegende oder sehr komplexe Geometrien nutzt man keramische oder salzbasierte verlorene Kerne, die nach dem Guss ausgelöst oder ausgelaugt werden. Additiv gefertigte Sandkerne aus dem dreidimensionalen Druck ermöglichen komplizierte Kanäle ohne zusätzliche Werkzeugbewegungen. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, werden kritische Hinterschnitte nach dem Guss spanend bearbeitet. Die Auswahl der Methode richtet sich nach Werkstoff, Stückzahl, Toleranzanforderung und gefordertem Oberflächenzustand.

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