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Grauguss (EN-GJL) : Gusseisen mit Lamellengraphit

Grauguss ist eine der häufigsten Gusseisenlegierungen und wird aufgrund seiner guten Gießeigenschaften, Festigkeit und Verschleißfestigkeit in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt. Im internationalen Normenkontext wird er häufig nach der EN ISO 185 für Gießereirohstoffe als EN-GJL (früher GG) klassifiziert. Diese Bezeichnung verdeutlicht, dass es sich um eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung handelt, bei der der Kohlenstoff hauptsächlich in Form von Graphitlamellen vorliegt, was dem Bruchflächen des Materials sein charakteristisches, graues Aussehen verleiht.

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EN-GJL : Wichtige Punkte zum Thema Grauguss

Zusammensetzung: Grauguss besteht hauptsächlich aus Eisen und Kohlenstoff, wobei der Kohlenstoffgehalt zwischen 2,5% und 4% liegt. Zusätzlich zum Kohlenstoff können Graugusseisenlegierungen auch Silizium, Mangan, Schwefel und Phosphor enthalten.

Gießverfahren: Grauguss kann durch verschiedene Gießverfahren hergestellt werden, darunter Sandguss, Kokillenguss und Feinguss. Das Sandgussverfahren ist das am häufigsten verwendete Verfahren für die Herstellung von Grauguss, da es kostengünstig ist und sich für die Produktion von komplexen Formen eignet.

Mikrostruktur: Der Name „Grauguss“ kommt von der charakteristischen grauen Farbe des gebrochenen Gussmaterials, die durch die Mikrostruktur des Materials verursacht wird. Grauguss hat eine lamellare Struktur, wobei der Kohlenstoff in Form von Graphitlamellen im metallischen Grundgefüge verteilt ist.

Eigenschaften: Grauguss zeichnet sich durch eine gute Gießbarkeit, hohe Schwingungsdämpfung, gute Verschleißfestigkeit und gute Bearbeitbarkeit aus. Die Festigkeit und Härte von Grauguss hängen von der Art und Verteilung des Graphits sowie von anderen Legierungselementen ab.

Anwendungen: Grauguss wird in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, einschließlich Maschinenbau, Automobilindustrie, Werkzeugbau, Bauwesen und anderen Bereichen. Typische Anwendungen umfassen Motorblöcke, Getriebegehäuse, Bremsen, Lager, Pumpen, Rohrleitungen und vieles mehr.

Bearbeitung und Beschichtung: Grauguss ist gut bearbeitbar und kann durch verschiedene Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen weiterbearbeitet werden. Je nach Anforderungen und Anwendungen können Graugussteile auch beschichtet oder oberflächenbehandelt werden, um ihre Eigenschaften zu verbessern.

Insgesamt ist Grauguss aufgrund seiner Vielseitigkeit, Festigkeit und Wirtschaftlichkeit eine wichtige Werkstoffwahl für viele industrielle Anwendungen. Durch die Auswahl geeigneter Gussverfahren, Legierungen und Kontrollen können hochwertige Graugussteile hergestellt werden, die den Anforderungen verschiedener Branchen gerecht werden.

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